Energieaudit

Pflicht zum Energieaudit

Im März 2015 wurde in Deutschland das neue Energiedienstleistungsgesetz (EDL) verabschiedet. Nicht-KMU-Unternehmen (KMU: weniger als 250 MA, Jahresumsatz kleiner 50 Mio. Euro oder Bilanzsumme kleiner 43 Mio. Euro) sind verpflichtet, bis Dezember 2015 erstmals ein Energieaudit umzusetzen und dieses dann alle vier Jahre zu wiederholen. Alternativ kann auch ein Energiemanagement eingeführt werden, was jedoch deutlich höhere Kosten mit sich bringt.

Die DIN 16247-1 beschreibt den Ablauf einer qualifizierten Energieanalyse.
Die Durchführung eines Energieaudits gliedert sich in fünf Schritte:

WP_20150905_17_22_14_Pro1. Erstkontakt, Festlegung der Ziele
Rahmenbedingungen, Ziele und Erwartungen werden abgestimmt.

2. Auftakt-Besprechung
Praktische Aspekte des Energieaudits werden besprochen, dazu gehört u.a. die Datenqualität, Schwerpunkte, mögliche Messungen usw. Der Betrieb, der auditiert werden soll, bestimmt noch einen Energieverantwortlichen, der im Unternehmen die Koordination mit dem externen Energieauditor übernimmt.

3. Datenerfassung
Dabei werden die Energieverbräuche und –verbraucher im Unternehmen erfasst. Auch Preise, Energierechnungen und weitere Einflußfaktoren werden festgelegt. Frühere Auswertungen des Unternehmens werden dabei berücksichtigt.

WP_20150905_17_27_21_Pro4. Ortsbegehung
Im Unternehmen untersucht der Energieauditor Arbeitsabläufe, Nutzerverhalten usw. an einem typischen Produktionstag. Diese Untersuchung bildet die Basis für erste Verbesserungsvorschläge.

WP_20150905_17_34_25_Pro5. Analyse
Der Energieverbrauch wird auf Bezugs- und Verbrauchsseite aufgeschlüsselt. Ansätze zur Verbesserung werden erstellt und nach zuvor festgelegten Kriterien bewertet.

6. Bericht
Der Energieauditor erstellt einen nachvollziehbaren Bericht, indem der Ist-Zustand sowie die Optimierungsmöglichkeiten verständlich und konkret umsatzbar beschrieben sind.

WP_20150905_17_24_51_Pro7. Abschlussbesprechung
Der Energieauditor übergibt den Bericht, präsentiert die Ergebnisse und beantwortet offene Fragen.

Muss ein Energie-Audit umgesetzt werden?

Nein, im EDL-Gesetz ist als alternative Möglichkeit auch die Einführung eines Energiemanagementsystems vorgesehen.

Wir müssen ein Energieaudit nachweisen. Was passiert, wenn wir das nicht machen?

Ein Verstoß wird als Ordnungswidrigkeit behandelt und kann mit Bußgeld bis zu 50.000 Euro belegt werden.

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Können wir das Energieaudit auch intern durchführen?

Ja, aber der interne Auditor muss ebenso wie ein externer Auditor die entsprechenden Qualifikationen vorweisen können.

Welcher Anteil des Energieverbrauches wird beim Energieaudit abgebildet?

Bei einer Energieaudit muss mindestens 90 % des gesamten Energieverbrauches analysiert werden. Damit sind die Ergebnisse auch aussagekräftig.

Wie läuft so ein Energieaudit ab?

Dazu haben wir den vorgegebenen Ablauf oben beschrieben.

WP_20150905_17_24_51_ProWas kostet ein Energieaudit?

Die Kosten hängen von der Größe (und Komplexität) des Unternehmens, der bereits vorliegenden Datenqualität und den Wünschen zur Detaillierung ab. Daher nennen wir an dieser Stelle keine konkreten Summen in einer Preisliste, sondern erstellen Ihnen hier ein passendes Angebot auf Anfrage.